Texte von A. Bäumken

An dieser Stelle wirst du hin und wieder Texte von Andreas finden. Texte zum Leben, zur Liebe und was ihn sonst noch so bewegt. Viel Spaß auch hier beim Lesen!

Liebe ist!

Mal ganz ehrlich, was wissen wir schon über Liebe? Wieviel darüber, was Liebe ist?

Sinne, Gefühle, Emotionen, Gedanken, ist all das tatsächlich Liebe?

Du Wesen Mensch sagst ständig, dass du liebst… Deinen Mann, Deine Frau, Deine Kinder… Und doch führst du Kriege. Diese, deine Liebe, kennt Neid, Hass, Wut, Angst, Ehrgeiz, Perfektion… Sie macht alles verderblich. Dieser Qualm soll Liebe sein?

Weißt du also wirklich, was Liebe ist? Sie nicht zu kennen, ist doch das Wunderbare an ihr, in voller Schönheit. Etwas nicht zu kennen, bedeutet nicht, dass du zweifeln musst. Sie kann dich überall erwischen (geschehen), jeden Moment. Im Augenblick des Sonnenauf- oder -untergangs, im Rauschen eines reißenden Flusses, mit Blick in den klaren Nachthimmel, bei einem Spaziergang. Sie ist stetig, überall und so viel tiefgreifender.

Doch beschreiben lässt sie sich nicht. Kein Wort ist ihrer würdig.

Sie ist einfach da, einfach so. Sie IST eben.

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Nicht – Zwei

Du und ich, wir waren schon immer miteinander, noch bevor wir wussten, dass der andere überhaupt da war. Wir gehören zusammen, genauso wie ein Atemzug, der die Luft braucht.

Du hast gerufen und ich kam gerannt. Trotz all der verdammten Höhen und Tiefen schlagen unsere Herzen im gleichen Rhythmus. Ich kann dir nicht entkommen Geliebte.

Sind wir doch durch tiefste Dunkelheit geritten, die, welche mir immer die Richtung gezeigt hat, völlig verzweifelt dieser Krankheit. Doch bist du mit mir zum Licht geritten.

Gnade hat mich erfasst, einfach so. Du hast mich geküsst, Geliebte, immer wieder. Vielleicht nicht perfekt, doch du bist da. Die Einzige, die da ist, immer und ewiglich.

Nur wir zwei, wir Nicht – Zwei. Die ganzen leeren Momente, ich liebe sie – DICH. Du bist das Einzige was hält, wenn alles andere wegbricht. Die scheinbar köstlichste Beziehung.

Du bist die Manifestation der Welt, denn sonst gäbe es alles das nicht. Du bist der ewigliche Samen, die schönste Blüte. Du lässt blühen und verblühst, bist überall.

Kannst du es sehen? Ein Blühen – ein Verblühen. Ein Finden und doch auch wieder Verlieren. Blüte an der Quelle, derer du entspringst. Wer das sieht, sieht dich, in Gnade.

Nektar, dessen Duft, so kostbar, so tief ist. Mach mit mir was du willst, hörst du? ICH LIEBE DICH. Du bist die Malerin, ich die Form und dein Werk zugleich. Nicht – Zwei!

Bist Ozean und Zyklon zugleich. Ich atme dich ein, immer tiefer, nehme dich ganz auf und an, so wie es – wie du – bist. Denn du trägst und nährst mich in jedem Moment.

Wir Nicht – Zwei, die Schultern aneinander legend und in offenen Armen, in vollster Schönheit. Das ist Berührung mitten im Feuer der Nähe, mit der ich mit dir gemeinsam sterben will.

… als Nicht – Zwei

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Leiser Gesang

Ja, es wirkt befreiend, das anzunehmen, was gerade ist. Egal, ob Trauer, Lachen oder was sonst noch so erscheint. Es ist vergleichbar mit Wackelpudding, der beim Erhärten zunächst die eine oder andere Luftblase eingeschlossen hat. Diese kommen dann (wann weiß wohl niemand), ausgelöst durch Vibration oder Energieanhebungen, unerwartet hervor.

Angst, Schmerz, Traurigkeit, ein Gefühl… All das kommt, geht wieder, kommt… Jede Blase löst sich auch wieder auf, siecht irgendwann einfach dahin.

Die dunkle Jahreszeit kündigt sich gerade an, die Zeit, um langsamer zu gehen. Es fliegen viele Raben und wenn man genau hinhört, bemerkt man, dass die Natur ruhiger wird. Bunte Blätter färben langsam das Bild dort draußen. Der leise Gesang der rauhen Zeit liegt in der Luft. Ich kann die Töne hören und ihren Duft bereits riechen.

Es ist die Zeit, es der Natur gleich zu tun und mehr in die Ruhe zu gehen. Die Nächte sind so klar und kühl, die Tage kürzer. Die Raben schwingen im Gesang des Schattens und der Dunkelheit, die sich immer mehr wie ein wehender Schleier niederlegt. Alles was geworden ist, muss nun gehen, allerdings mit der Gewissheit, dass wieder etwas Neues, Anderes auferstehen wird. Der Gesang wird leiser, während der Sommer von dannen zieht.

Doch vertraue, denn auch diese Zeit erzählt ganz eigene, wundervolle Geschichten.

Liebe das Ganze, weil das Ganze Liebe ist. Nichts ist besser oder schlechter und dieses Leben niemals unterbrochen. Schmelzen, Sterben, Geburt.

Kannst du den zarten, leisen Gesang hören?

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Anstrengendes Glück

Also, auch ich kann mal zur Shopping – Queen mutieren. Setz mich in einem großen C& A aus und du siehst mich die nächsten Stunden nicht. Da fliegen dann auch schon mal die Hosen. Stimmt, das kann ziemlich anstrengend sein, wobei ich grundsätzlich nur Dinge kaufe, die ich auch wirklich benötige. Ja, es macht Spaß. Es macht auch kurzfristig glücklich. Aber eben nur für einen Moment, wie ein Orgasmus beim Sex halt auch, lediglich ein Rausch. Man ist plötzlich so geil, will immer mehr davon.

Doch wer ist auf die blöde Idee gekommen, man könne Glück kaufen? Schon mal drüber nachgedacht? An jeder Ecke wird so getan, als ob man dieses Gefühl des Glücklichseins käuflich erwerben könne. Werbung an Bushaltestellen, in jedem Briefkasten, im Fernseher, im Internet etc. suggeriert uns dies täglich. Und fast alle fallen sie drauf herein. Das nächste Schnäppchen, die nächste Sensation, ein nächster Drink, mehr Erfolg, der nächste Porno und Plillen (ganz wichtig). Eine schier endlose Liste dieses Runs… Run auf die Extase, das Glück.

Ich wurde mal gefragt: Andreas wo ist deine Heimat? Wo bist du glücklich? Darauf sagte ich: Meine Heimat, mein Glücklichsein ist immer da, wo die Liebe ist!! Und die IST überall, nicht wahr?

Mach doch einfach mal ein Experiment. Verbringe stillschweigend einen gesamten Tag nur mit Dir. Als ich gestern bei dem genialen Song vom Boss Bruce Springsteen “The Ghost of Tom Joad” einfach nur still dagesessen habe, mit dem Blick in die Weiten des Himmels, schlich sich ein leichtes Grinsen über meine Wangen. Glück? Probier es selbst aus.

So einfach, ohne sich anzustrengen, sind Glücksgefühle kostenlos erhältlich. Selbst an Schokolade kommst du nicht so billig ran!

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Wahnsinn Leben

Einfach ein Wahnsinn! Oder irre ich mich da? Immer wieder haut es mich aus den Schuhen, wie und wohin das Leben mich so geführt hat. Staune, bin ergriffen und dankbar für alles, was mir gegeben wurde, was ich erleben und erfahren durfte.

Aufgewachsen bin ich sehr behütet, fast schon meditativ. Dort, wo ich ein ruhiges Leben, fernab vom öffentlichen Trubel, leben wollte. Doch alles kam anders. Bescheiden bei meiner Seele, wollte ich nichts in die Welt tragen, außer in meinem Traumjob in Freude zu arbeiten, ein bisschen schreiben… Nichts Spektakuläres.

Doch das ist mir wohl nicht gegeben worden. Da war doch eher die Rampensau, die aus mir raus wollte, trotz des stillen, inneren Kernes. Diese Stille hat mich auf der Bühne des Lebens sehr viel gelehrt. Auch, dass alles gut ist, wie es ist. Unzählige Momente der Dankbarkeit, alles so wild, abenteuerlich und vielfältig habe ich erfahren dürfen.

Da waren die Tränen bei so manchem Sonnenuntergang, beim Rauschen des Ozeans, so direkt und klar, jedes Mal etwas mehr. Ja, ich mag manchmal hart und direkt sein, doch wer mich sieht, weiß, dass ich ein gutes Herz habe, was ich auch selbst so sehe. Für alle anderen bin ich eben nur ein Arsch. Doch ich mache mir nichts daraus. Ich kann damit leben. Ziehe dann die Tür still hinter mir zu und gehe. Jeder hat im Kern ein gutes Herz, doch muss eben ein jeder Mensch auch seine Rolle in diesem Theater spielen, was immer aus tiefster Liebe geschieht, egal was es ist. Geschmeckt hat mir das sicherlich nicht immer, doch nach mir persönlich geht es hier nicht. Wir alle sind diese Liebe, im Ursprung, alle und alles.

Doch manchmal könnte ich über diese Kraft, von der wir nichts wissen, genauso kotzen. Denn sie ist es, die treibt. Immer und immer wieder muss ich ihr folgen, ohne Widerstand, weil sie es ist, die letztendlich bewegt. Oftmals sogar bedrohlich und am Rande des Wahnsinns, mit der Aufgabe zu erkennen: Du bist gescheitert!!
Trotzdem ein Kind Gotttes oder dessen Geliebte, benenne es jeder wie er will.

Ich wurde satt beschenkt, nicht mit Kohle, sondern mit Dingen, Begegnungen und Menschen, die damit nicht zu bezahlen waren, bis heute nicht bezahlbar sind.

Doch auch mich traf die Härte des Lebens. Leben, es macht was es will. Dieses kleine süße Miststück, es rockt, denn es ist alles, was man im Grunde hat, nur die kurze, nackte Zeit, hier auf diesem Planeten. Momente auf Momente!

Es ist sehr berührend und hat mich gelehrt, diese Augenblicke intensiv zu leben. Diese Liebe lebt. Sie ist lebendig. Sie ist einfach zu genießen in den Momenten, die sie schenkt. Besonders, wenn wir nichts mehr erwarten, völlig am Boden liegen, geschehen Wunder. Keine Chance, diese unvergleichbare Liebe, die nicht greif- und fassbar ist, festhalten zu wollen, denn damit würdest du ihre Schönheit zerstören.

Alle Momente davon, auch die beschissenen, selbst die vielen Stirb-Bevor-Du-Stirbst-Momente, die physischen Tode, alles ist ein heiliges Geschenk. Denkt da bitte immer dran.

Danke, dass es DICH da draußen gibt!
Das wollte ich nur mal gesagt haben.

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